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Die ursprünglich wohl in Zentralasien beheimatete Pflanze wird
schon seit Jahrtausenden kultiviert und gelangte über Ägypten
und dem römischen Reich nach Mitteleuropa. Bereits im Altertum
wurde sie sowohl als Nahrungsmittel und Gewürz als auch als
Heilpflanze verwendet.
Allium cepa wird in zahlreiche Varietäten unterteilt , von denen
manche als eigene Art betrachtet werden. Von der Speisezwiebel
kennt man wiederum gelb-, rot- oder weißschalige Sorten, wobei
die gelbschaligen den höchsten Anteil an Quercetin, einem
potenten Antioxidans, aufweisen.
Woher kommt der Name?
Die deutsche Bezeichnung Zwiebel soll sich vom lateinischen Wort
„cepa“ oder cepula = Köpfchen ableiten und bezieht sich auf die
kugelige Form der Zwiebel.
Wo kann die Zwiebel
helfen?
Obwohl klinische Untersuchungen zur medizinischen Anwendung der
Zwiebel nur unzureichend vorliegen, kann man jedoch davon
ausgehen, dass es sich um ein für die Gesundheit sehr wertvolles
Nahrungsmittel handelt. Da Zwiebeln Inhaltsstoffe ähnlich dem
Knoblauch aufweisen, können sie, wenn auch wahrscheinlich nicht
so potent, helfen, altersbedingte Gefäßerkrankungen und einigen
Tumorleiden vorzubeugen. Presssaft und Extrakte aus frischen
Zwiebeln wirken antimikrobiell und werden zur äußerlichen
Behandlung von Insektenstichen oder Blutergüssen empfohlen.
Zwiebelsaft oder –sirup stellt ein altes Hausmittel gegen Husten
oder Bronchitis dar. Im Tierversuch konnte gezeigt werden, dass
Zwiebeln gut zur Vorbeugung von Osteoporose wirken. Inwieweit
dies für den Menschen zutrifft, kann jedoch (noch) nicht
beurteilt werden.
Üblicherweise wird empfohlen, Zwiebeln zur therapeutischen
Anwendung roh und zerkleinert zu verwenden, da die
Zusammensetzung der Inhaltsstoffe sehr durch die Art der
Zubereitung bestimmt ist.
Worauf ist unbedingt
zu achten?
Da die Speisezwiebel schon lange als Nahrungsmittel verwendet
wird, sind keine schädigenden Wirkungen zu erwarten. Große
Mengen rohe Zwiebeln können jedoch auf den Magen schlagen und
empfindliche Personen sollten darauf verzichten.
Bei langdauernder Anwendung wird empfohlen, die Menge an
frischen Zwiebeln auf 100 g pro Tag zu begrenzen, da eine
Substanz enthalten sein könnte, die sich im Tierversuch bei
Langzeitgabe als nierenschädigend erwiesen hat. |