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Die
Gattung Crataegus umfasst 100 bis 200 Arten, die oft nur schwierig
systematisch eingeordnet werden können. So wurde z.B. die von Linné
bestimmte Art C. oxyacantha später in die Arten C. laevigata und C.
monogyna getrennt. Die Früchte des Weißdorns finden schon in der Materia
medica des Dioskurides (40 – 90 n. Chr.) als Heilmittel Erwähnung.
Woher kommt der Name?
Der Name Crataegus leitet sich vermutlich vom griechischen Wort krataios
ab, was fest oder stark bedeutet und möglicherweise ein Hinweis auf das
sehr harte Holz des Weißdorns ist.
Wo kann der Weißdorn helfen?
Zubereitungen aus den blühenden Zweigspitzen haben vor allem wegen ihrer
ausgezeichneten Verträglichkeit heute einen festen Platz in der
Behandlung einer leichten Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder eines
sog. „Altersherz“. Die Wirksamkeit beruht hauptsächlich auf einer
besseren Durchblutung des Herzmuskels. Dieser erhält mehr Sauerstoff und
kann wieder effektiver arbeiten, die Herzkraft wird gesteigert. Auch die
entzündungshemmenden und antioxidativen Effekte des Weißdornextraktes
wirken sich möglicherweise günstig auf den Krankheitsverlauf aus.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Obwohl sich Weißdornzubereitungen durch eine gute Verträglichkeit
auszeichnen, sollten diese Arzneimittel jedoch nicht unkritisch in der
Selbstmedikation eingesetzt werden. Krankheitssymptome, die auf ein
Herzleiden zurückgeführt werden, müssen unbedingt ärztlich abgeklärt und
behandelt werden. Hinzu kommt, dass sich die Wirksamkeit von
Crataeguspräparaten langsam, möglicherweise erst nach Monaten entfaltet
und sie somit für die Akutbehandlung von Beschwerden ungeeignet sind.
Weißdornextrakt eignet sich hervorragend zur Vorbeugung und kann auch
die Weiterentwicklung einer Herzschwäche verlangsamen. |