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| Die Sägepalme
- Serenoa repens syn. Sabal serrulata |
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Die Früchte der in Florida
heimischen Zwergpalme war zunächst als Futtermittel für Tiere bekannt,
bevor im 18. Jh. seine medizinischen Eigenschaftenin den USA entdeckt
wurden. Während im 20. Jh. das Interesse der Amerikaner an
Naturheilmitteln abnahm, wurden Heilpflanzen in Europa populär und so
fand auch die Sägepalme Eingang in den Arzneischatz.
Woher kommt der Name?
Der Ausdruck „Sägepalme“ bezieht sich auf die Wuchsform der Blätter. Der
Gattungsname „Serenoa“ geht auf den Botaniker Sereno Watson zurück. Das
lateinische Wort „repens“ bedeutet niedrig, kriechend und drückt die im
Vergleich zu anderen Palmen niedrige Wuchshöhe der Sägezahnpalme aus. „Serrulata“
bedeutet im Lateinischen kleine Säge und verweist auf die stacheligen
Blattstiele.
Wo kann die Sägepalme helfen?
Extrakte aus den Früchten der Sägepalme, die mit fettlöslichen
Auszugsmitteln gewonnen wurden, besitzen antiandrogene,
entzündungshemmende und entwässernde Eigenschaften und können leichte
Beschwerden beim Wasserlassen, die durch eine altersbedingte vergrößerte
Prostata (benigne Prostatahyperplasie) verursacht werden, lindern. Die
Wirkung setzt allerdings nur allmählich ein, so dass eine Besserung erst
nach längerer Einnahme zu erwarten ist. Für die Behandlung starker
Beschwerden im fortgeschrittenem Stadium sind in der Regel andere
Therapieansätze notwendig.
Die Anwendung von Sägepalmenfrüchten für andere Indikationen, wie z.B.
hormonell bedingter Haarausfall, ist nicht ausreichend untersucht und
kann derzeit nicht empfohlen werden.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Vor Beginn einer Behandlung sollte ein Arzt aufgesucht werden, der die
genaue Ursache der Beschwerden feststellen kann. Da eine Therapie mit
Sägepalmenextrakten die Größe der Prostata nicht beeinflusst, sind
regelmäßige ärztliche Kontrollen erforderlich, um rechtzeitig eine
Verschlechterung oder bösartige Entwicklung erkennen zu können. |
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