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| Der Ingwer
- Zingiber officinalis |
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Die medizinische Verwendung
des Wurzelstocks dieser tropischen, schilfartigen Pflanze blickt auf
eine mindestens 2000 jährige Geschichte zurück. Ausgehend von der
ayurvedischen Medizin Indiens gelangte der Ingwer nach China, durch
arabischen Handel in das antike Rom und Griechenland und im 9. Jh. nach
Deutschland. Dort wurde er u.a. als Ersatz für den teuren Pfeffer und
als Mittel gegen die Pest geschätzt. Anfang des 16. Jh. brachten die
Spanier die Pflanze nach Mittelamerika. Im 18. Jh. geriet der Ingwer bei
uns in Vergessenheit, wurde später aber durch die zunehmende Vorliebe
für die asiatische Küche wieder bekannter.
Woher kommt der Name?
Der Name Zingiber leitet sich aus dem Sanskrit „sringavera“ = geformt
wie eine Horn und dem arabischen Namen „zinschabil“ = Wurzel ab. Die
deutsche Bezeichnung Ingwer entwickelte sich aus zingiber über
althochdeutsch „gigiber“ und mittelhochdeutsch „Engeber, Ingwer, Inber“.
Wo kann der Ingwer helfen?
Wegen seines aromatischen, scharfen Geschmacks wird der Ingwer zur
Behandlung von Verdauungsbeschwerden, wie Völlegefühl und Blähungen,
aber auch zur Aromatisierung von Lebensmitteln und Getränken, wie z.B.
Ingwerbier, Ginger Ale verwendet. Er ist ein unverzichtbarer Bestandteil
von Currymischungen, eignet sich aber auch zur Herstellung von
Süßspeisen oder Gebäck.
Empfohlen wird die Einnahme von Ingwerpräparaten zur Vorbeugung von
Übelkeit und Erbrechen aufgrund der Reisekrankheit. Ferner soll Ingwer
bei entzündlichen Gelenkerkrankungen und Erkältungskrankheiten helfen.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Da Ingwer schon seit Jahrtausenden nicht nur medizinisch sondern auch
als Gewürz verwendet wird, sind kaum unerwünschte Wirkungen zu erwarten.
Trotzdem empfiehlt sich eine Zurückhaltung während Schwangerschaft und
Stillzeit, da hier keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
Ingwerpräparate sind nicht für eine Behandlung von Kindern unter 6
Jahren geeignet. |
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