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| Der
Hopfen - Humulus lupulus |
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Die
ursprüngliche Heimat dieser Kletterpflanze wird im
eurasischen Raum vermutet und so ist es nicht
verwunderlich, dass die Araber deren Nutzen für die
Bierherstellung als erste erkannten. Der Hopfenzusatz
verleiht dem Bier nicht nur das typische Aroma, er
bewirkt auch eine bessere Haltbarkeit und stabilisiert
den Schaum. In Europa wurde Hopfen seit dem 8. Jh.
vorwiegend von Mönchen angebaut und für die Bierbrauerei
verwendet. Eine medizinische Bedeutung erhielt er erst
im 11. Jh. durch Hildegard von Bingen, obwohl er schon
in der Antike bekannt war. Damals wurden aber nur die
Sprosse als Gemüse verwendet, wie von Plinius
überliefert ist.
Woher kommt der Name?
„Humulus“ leitet sich vom lateinischen Wort „Humor“ =
Feuchtigkeit ab und bezieht sich auf die
Standortvorliebe der Wildpflanze. Für das schnelle
Wachstum ist reichlich Wasser nötig ohne dass Staunässe
zu Fäulnis führen kann. So wird Hopfen vorwiegend in
Auwäldern mit lehmigen Sandböden gefunden. „Lupulus“ ist
die Verkleinerungsform vom lat. „lupus“ = Wolf und wurde
von Plinius geprägt, der in der Kletterpflanze, die sich
an Weiden empor rankt und fest umschließt eine Analogie
zum Schafe reißenden Wolf sah.
Wo kann der Hopfen helfen?
Traditionell werden Zubereitungen aus den weiblichen
Blütenstände (Hopfenzapfen) als mildes Beruhigungsmittel
bei Einschlafstörungen, Unruhe- und Angstzuständen
eingesetzt. Da für Hopfen selbst kein wissenschaftlicher
Nachweis für eine Wirkung vorliegt und das
therapeutische Prinzip nicht klar ist, werden als
Fertigarzneimittel meist Kombinationen mit
Baldrianwurzel und/oder anderen Pflanzenextrakten
angeboten. Die Verwendung von Hopfenkissen als
Einschlafhilfe geht auf die Beobachtung zurück, dass
Hopfenpflücker während der Arbeit oft müde wurden und
einschliefen, ein objektiver Wirksamkeitsnachweis ist
dies allerdings nicht.
Hopfenextrakte werden auch in kosmetischen Präparaten
verwendet. So sorgt ein Hopfenzusatz in Haarshampoos
oder –spülungen für mehr Glanz bei dunklem Haar, Cremes
mit Hopfen sollen hautstraffend wirken.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Obwohl für Hopfen bei üblichem Gebrauch keine
Nebenwirkungen bekannt sind, sollten diese Arzneimittel
nicht während Schwangerschaft und Stillzeit oder bei
Kindern unter 12 Jahren angewendet werden. Hopfenzapfen
enthalten in geringen Mengen eine östrogenartige
Substanz und unerwünschte Wirkungen können nicht mit
Sicherheit ausgeschlossen werden.
Ferner dürfen Zubereitungen aus Hopfen nicht bei
Überempfindlichkeit gegenüber der Pflanze verwendet
werden.
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